Aktuelles ​​​ – 2021

13.12.2021 12:26

Nachruf auf Martin Beyer


Martin Beyer, ein diplomierter Soziologe,
dessen Herz für die Allgemeinmedizin schlug

*(15.09.1957)    † (09.12.2021)

Mit großer Bestürzung nehmen wir Abschied von unserem Kollegen
Martin Beyer, der uns am 9. Dezember 2021 viel zu früh verlassen hat.

Er war Mitentwickler und anschließend Leiter des Arbeitsbereichs Qualitätsförderung im Institut für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität Frankfurt und langjähriger stellvertretender Sprecher des Arbeitskreises Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) sowie Mit-Gründer der Ständigen Leitlinien-Kommission. Martin Beyer hat durch sein langjähriges Engagement einen enorm wertvollen Beitrag für die Entwicklung der DEGAM geleistet. Nicht zuletzt wurde auch der hochdotierte „Dr. Lothar Beyer-Preis“ von ihm und seiner Familie gestiftet, welcher herausragende Forschungsarbeiten auszeichnet, die maßgeblich zur Verbesserung der Patientenversorgung im hausärztlichen Bereich beitragen. Darüber hinaus war er Mitbegründer des Fehlerberichts- und Lernsystems für Hausarztpraxen „Jeder-Fehler-zaehlt.de“. Aus seinem Arbeitsbereich sind viele talentierte und engagierte Wissenschaftler/innen hervorgegangen, die an den verschiedensten Orten in der Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung tätig sind.

Martin hinterlässt unserem Institut ein unerschöpfliches wissenschaftliches Vermächtnis, welches wir als seine Kollegen/innen intensiv nutzen werden, um die Allgemeinmedizin in seinem Sinne weiter voranzubringen.

Martin war nicht nur unser Kollege; sondern auch ein Freund und ein Berater in allen erdenklichen Situationen. Seine Weitsicht und seine Ratschläge, die auch weit über das Berufliche hinausgingen, waren unbezahlbar, und dafür sind wir ihm ebenfalls unendlich dankbar! Martins große Persönlichkeit, seine Kollegialität und seine unverwechselbare Art, die uns sehr fehlen werden, machen den Abschied umso schmerzhafter.

Im Namen aller Kolleg*innen vom Institut für Allgemeinmedizin möchten wir auch unser zutiefst empfundenes Beileid seiner Ehefrau Erika Beyer und seiner Mutter Frau Dr. Marie-Luise Beyer aussprechen.

06.12.2021 17:24

Newsletter Dezember 2021

Dezember Newsletter des Institutes für Allgemeinmedizin erschienen:

  • Moderner, übersichtlicher und "responsive" - der neue Internetauftritt des Institutes
  • Landarzt- und ÖGD-Quote geplant: Der "hessische Weg" - mehr als eine Quote!
  • Wege der Allgemeinmedizin - Der Podcast rund um die Weiterbildung
  • Guter Start des Patientenbeirats des Forschungspraxennetzes Allgemeinmedizin Frankfurt (ForN)

[Newsletter]

06.12.2021 17:12

Stellenangebot

​ Studentische Hilfskraft (w/m/d) gesucht

Das Institut für Allgemeinmedizin der Goethe‐Universität Frankfurt (Campus Niederrad) sucht zum nächstmöglichen Start eine studentische Hilfskraft mit 20 bis 30 Std./Monat im Bereich Social Media / Podcast.

Die Stelle ist beim Kompetenzzentrum Weiterbildung Hessen am Institut für Allgemeinmedizin Frankfurt am Main angesiedelt. Gemeinsam mit unserem zweiten Standort Marburg gestalten wir eine strukturierte, attraktive und qualitativ hochwertige allgemeinmedizinische Weiterbildung in Hessen.

In deiner Tätigkeit unterstützt du hauptsächlich unser Podcast- und Social Media Team bei der Recherche, bei der Erstellung der Podcast und dem passenden Content, bei der Auswertung von Daten und allgemeinen organisatorischen Dingen.

Konnten wir Ihr Interesse wecken? Hier finden Sie die detaillierte Stellenbeschreibung.

Wir freuen uns über Deine aussagekräftige Bewerbung inkl. entsprechender Unterlagen (Anschreiben, Lebenslauf) in elektronischer Form: Frau Rommy Haynes, haynes@allgemeinmedizin.uni-frankfurt.de
02.12.2021 12:13

Podcast

​Vereinbarkeit Familie und Beruf

 Podcast Wege der Allgemeinmedizin, Folge 4Man muss auch nicht alles gleichzeitig schaffen“ – Weiterbildung passiert mitten im Leben – und dazu gehört für viele Ärzte/innen in Weiterbildung auch die Familie, genauer die Familienplanung. Beate und Marischa sprechen mit unserem heutigen Gast Dr. Elke Neuwohner, selbst Hausärztin und Mutter von sechs Kindern über ihre ganz persönlichen Geschichten: Über Perfektionismus, Mottotorten und darüber, wenn mal nicht alles reibungslos klappt – und wieso das auch absolut in Ordnung ist. 


Mehr dazu in der vierten Folge des Podcast rund um die Weiterbildung  "Wege der Allgemeinmedizin" des Kompetenzzentrums Weiterbildung Hessen.

Folge 4: Vereinbarkeit Familie und Beruf - mit Dr. Elke Neuwohner

"Daten teilen, bedeutet besser heilen. Wir können Patienten besser helfen, wenn wir über sie alles Wichtige wissen." Wir benötigen Big Data und künstliche Intelligenz, um Patienten auf dem aktuell besten Niveau behandeln zu können. Die Gesundheitsdaten werden aber auch in der Forschung benötigt, um die Diagnostik und Therapie der Patienten zu verbessern, erläutert Prof. Dr. Ferdinand Gerlach in einem Videostatement.
Außerdem gibt Prof. Gerlach Antworten auf die Frage, was die Politik jetzt tun muss.

Das Videostatement ist Bestandteil des Artikels Vorhan­dene Daten intel­li­gent und verant­wor­tungs­be­wusst nutzen der Techniker Krankenkasse.

Im ergänzenden Blogbeitrag erklärt Prof. Dr. Ferdinand Gerlach, wie eine intelligente Datennutzung die Gesundheitsversorgung verbessern kann.

26.11.2021 12:16

Presse

​ Patientenwünsche berücksichtigen

Ist Multimedikation immer zu viel? Prof. Dr. Marjan van den Akkers klare Antwort lautet: »Nein!« Das Prinzip »Weniger ist mehr« treffe sicher nicht immer zu bei Patienten mit Polypharmazie. Allerdings nehme die Wahrscheinlichkeit einer unangepassten Medikation mit der Anzahl an verordneten Medikamenten zu.

Van den Akker betont, dass Medikationsreviews häufig zu einer besseren Angemessenheit der Medikation und zu einer reduzierten Zahl verordneter Präparate führen. In Bezug auf patientenrelevante Endpunkte, etwa der Lebensqualität, seien sie aber bisher kaum erfolgreich. Um dies zu verbessern, sei eine regelmäßige Beurteilung der Medikation sinnvoll und dass verschiedene Gruppen dabei einbezogen werden – vom Arzt über Apotheke und Pflege bis hin zum Patienten und den Angehörigen.

Den vollständigen Artikel Patientenwünsche berücksichtigen können Sie in der Pharmazeutische Zeitung vom 24.11.2021 lesen.

24.11.2021 13:24

Projekte

​Patientenbeirat unterstützt Forschung

Die ersten beiden Treffen des ForN-Patientenbeirats fanden – bedingt durch die pandemische Lange digital – im September und Oktober 2021 statt.

Das Forschungspraxennetz Allgemeinmedizin Frankfurt am Main (ForN) legt einen Schwerpunkt auf die Forschungsbeteiligung von HausärztInnen, Medizinischen Fachangestellten und PatientInnen. Ziel der Beteiligung ist es, die Relevanz und Machbarkeit von allgemeinmedizinischer Forschung zu erhöhen.
Die Patientenperspektive bringt dabei der ForN-Patientenbeirat ein. Hier engagieren sich derzeit 7 hausärztliche PatientInnen unterschiedlichen Alters und Geschlechts, mit und ohne Vorerkrankungen. „Wir sind eine sehr gute Mischung“ – so eine Rückmeldung aus dem Patientenbeirat.

Bei den ersten digitalen Treffen konnten sich PatientInnen des Patientebeirates und ForscherInnen kennenlernen. Die PatientInnen erfuhren außerdem, wie sie sich an der allgemeinmedizinischen Forschung beteiligen können und erhielten Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse des Projekts Gesundheitsförderung in der Hausarztpraxis (GeHa). Die Ergebnisse wurden anschließend diskutiert und aus Patientensicht reflektiert. Als nächstes wird der Patientenbeirat das GeHa-Projekt in der Erstellung einer laienverständlichen Ergebnisbroschüre unterstützen.

Für ihr Engagement erhalten die PatientInnen eine Aufwandsentschädigung je Treffen. Langfristig soll der Patientenbeirat auf 10-12 Beteiligte ausgedehnt werden.

Wenn Sie als PatientIn Lust haben, sich im ForN-Patientenbeirat zu engagieren oder uns als HausärztIn oder Medizinische Fachangestellte bei der Ansprache von PatientInnen unterstützen möchten, dann schauen Sie gerne auf der Seite des Patientenbeirats.

Weitere Informationen bei:

Dr. Jennifer Engler

Tel. 069 6301 7152

Mail

Meike Gerber, M.A.

Tel. 069 6301 7152

Mail

19.11.2021 15:45

Podcast

Gestaltung der Weiterbildung

"Jeder vermeintliche Umweg ist ja am Ende ein Zugewinn" – In dieser Folge unterhalten sich Beate und Maria mit Dr. Ulrike Berg über unterschiedliche Weiterbildungsabschnitte, das Thema Weiterbildungsverbünde und individuelle Schwerpunkte in der Allgemeinmedizin. Ulrike Berg hat ursprünglich BWL studiert, ist nun niedergelassene Hausärztin und gibt uns unter anderem einen Einblick, wie verschiedene „Abzweigungen“ des Weiterbildungswegs ihre heutige Arbeit bereichern – und welche „Umwege“ sie Ärzten/innen in Weiterbildung empfehlen würde. 

Mehr dazu in der dritten Folge des Podcast rund um die Weiterbildung  "Wege der Allgemeinmedizin" des Kompetenzzentrums Weiterbildung Hessen.

Folge 3: Gestaltung der Weiterbildung - mit Ulrike Berg

"Der große Aufwand nimmt der Impfkampagne den Schwung", sagt Ferdinand Gerlach. "Wenn wir an diesen Bedingungen nichts ändern, wird das Impfen nicht schnell genug gehen."

Gerlach ist Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Universität Frankfurt und forscht seit Jahrzehnten zum deutschen Hausärztesystem. Er findet es richtig, das Impfen vor allem den Hausärzten zu überlassen, schon weil viele alte Menschen allein zu Hause lebten und von den Impfzentren nicht erreicht würden. Unterstützt werden müssten sie aber noch viel stärker von mobilen Teams und Pop-up-Impfstationen in Einkaufszentren oder Sportvereinen – eine Strategie, mit der Bremen auf eine Impfquote von über 80 Prozent gekommen ist. Und noch etwas sei dringend erforderlich, sagt Gerlach: "Wertschätzung!" Während der gesamten Pandemie seien Aufgaben an die Hausärzte verteilt worden, ohne die Konsequenzen für die oft ohnehin ausgelasteten Praxen zu bedenken.

Was selten erwähnt wird: Große Teile dieser Arbeit übernehmen die medizinischen Fachangestellten, die MFAs. "Im Gegensatz zu den Pflegerinnen in den Kliniken haben die MFAs aber noch nie einen Bonus vom Staat bekommen", sagt Gerlach. Für ihn sind sie die wahren Heldinnen der Impfkampagne – und die entscheidende Größe, auf die es jetzt ankommt.

Die Zeit, 17.11.2021: Boosterimpfung: Schaffen die Hausärzte das?

Pressespiegel

09.11.2021 13:43

ZDF "Volle Kanne"

Gesundheit und Klimawandel

"Laut Experten macht der Klimawandel Menschen krank und gilt als die größte globale Gesundheitsbedrohung des 21. Jahrhunderts. Diese Auswirkungen sind schon heue ganz real. Klimasensible Krankheiten nehmen zu und auch die Sterblichkeit, die damit verbunden ist. Der Klimawandel hat nachweislich Folgen auf unsere Gesundheit." sagt Moderatorin Nadine Krüger.

ZDF "Volle Kanne"
Ab Minute 52:55 zum Thema "Gesundheit und Klimawandel" mit Dr. Beate Müller als Leiterin der AG Klimawandel und Gesundheit.