Johannes Pantel: Der Kalte Krieg der Generationen – Wie wir die Solidarität zwischen Jung und Alt erhalten.
Der Professor für Altersmedizin mit dem Schwerpunkt Psychogeriatrie und Klinische Gerontologie an der Goethe-Universität beschäftigt sich in seinem Buch mit der Frage nach dem Verhältnis der Generationen: Zwar ist die Überalterung der Gesellschaft schon vor Jahrzehnten thematisiert worden, doch nun, mit dem allmählichen Eintreten der Boomer-Generation ins Rentenalter, nimmt die Entwicklung an Fahrt auf. Nicht nur die Versorgungssysteme, sondern der gesellschaftliche Zusammenhalt ist gefährdet. Pantel beschreibt einen möglichen Kampf um Ressourcen, der nicht nur die Solidarität zwischen Jung und Alt, sondern vor allem die (Über-)Lebenschancen alter Menschen massiv bedrohen könnte.
Prof. Johannes Pantel im Audio-Interview mit dem UniReport über den „Kalten Krieg der Generationen“
Die Zahl der einsamen Menschen im Alter wird steigen. Die Gruppe der 80- bis 90-Jährigen wächst rasant und wird sich bis 2050 sogar mehr als verdoppeln. Aktuell leben über zwei Millionen alte Menschen in Deutschland allein. Ohne Partner, ohne persönliche Kontakte. Laut des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) erhält jeder vierte alte Mensch nur einmal im Monat Besuch von Freunden oder Bekannten. Manche haben gar keinen Kontakt mehr nach außen. Die Zahl der Selbsttötungen ist in keiner Altersgruppe so hoch wie bei den über 80-Jährigen. Daher müssen wir die Vereinsamung im Alter bekämpfen und Menschen, die mitten unter uns leben und die wir vergessen haben, wieder in unsere Mitte holen."
14. Rundschau PODIUM am 6. Dezember 2022 mit Prof. Pantel aus dem Arbeitsbereich Altersmedizin
Viele Menschen haben im Alter mit Gedächtnis- oder Konzentrationsschwierigkeiten zu tun. Diese Symptome können ein Risikofaktor für Demenz im Alter sein. Aber welche Maßnahmen können ein Fortschreiten der Symptome eindämmen oder gar reduzieren?
Die im Rahmen des SPoD-Ex Projektes ausgewertet Studien zeigten, regelmäßiger Sport und moderate Bewegung können helfen wichtige Gehirnstrukturen und kognitive Funktonen wie Informationsverarbeitung, Aufmerksamkeit, Konzentration zu verbessern. Um die Zielgruppe noch besser und individueller unterstützen zu können, ist es wichtig weitere Studien durchzuführen, die Bewegungsprogramme langfristig testen.
Um betroffene Menschen auf die Möglichkeiten der Demenzprävention durch Bewegung hinzuweisen, wurde ein kurzes Video erstellt:
Bei schönstem Herbstwetter fanden sich am 8. Oktober 2022 auf dem Campus des Universitätsklinikums Frankfurt 150 Ärztinnen, Ärzte, MFAs, Studierende und an der Allgemeinmedizin interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen, um an den über 20 Workshops des 9. Frankfurter Tags der Allgemeinmedizin teilzunehmen und sich auszutauschen.
Mit Tipps für einen erholsamen Schlaf, besser Essen im Praxisalltag oder Resilienz als Burn-out Prophylaxe hatten in diesem Jahr einige Workshops das Wohlergehen der Teilnehmenden im Blick.
Themen rund um die Patientinnen und Patienten wie die Therapietreue oder seltene und unklare Erkrankungen in der Hausarztpraxis aber auch Angebote zur Organisation der Praxis, zur Telefonkommunikation oder praxisorientierte Beispiele für mehr Nachhaltigkeit in der Hausarztpraxis kamen nicht zu kurz.
Die Plenarveranstaltung Mittendrin statt nur dabei: Patientenpartizipation in der Versorgung und in der Forschung
setzte sich zum einen mit der Frage auseinander, wie Patienten/innen in
wichtige Entscheidungen zu ihrer Versorgung einbezogen werden können,
und zum anderen mit der wachsenden Rolle von Patientinnen und Patienten
in wissenschaftlichen Studien, nicht mehr nur als Teilnehmerinnen und
Teilnehmer, sondern auch als wertvolle Ratgeber.

Teilnehmerin: „Aktuelle Themen mit Praxisbezug und engagierte Dozentinnen und Dozenten.“

Plenarvortrag: Mittendrin statt nur dabei: Patientenpartizipation in der Versorgung und in der Forschung

Instagram: "Spannender, lehrreicher Vortrag von Né Fink zur Beratung für trans* Menschen in der hausärztlichen Praxis"
Der Frankfurter Tag der Allgemeinmedizin findet seit 2008 statt und hat sich als renommierte regionale Fortbildungs- und Netzwerkveranstaltung für in und um Frankfurt tätige allgemeinmedizinische Praxisteams etabliert. Die diesjährige Veranstaltung wurde erneut im Rahmen des Frankfurter Forums für Multimorbidität und Multimedikation organisiert.
Den Förderern und Sponsoren gilt freundlicher Dank für die Unterstützung der Veranstaltung.

Wissenschaftlichen Mitarbeiterin / Wissenschaftlichen Mitarbeiters (m/w/d) (EG 13 TV-G-U 50%) für 26 Monate zu besetzen.
Die Stelle beinhaltet die wissenschaftliche Mitarbeit in einem vom
BMBF geförderten Projekt zur hausärztlichen Betreuung von
Langzeitüberlebenden nach Krebserkrankungen sowie die wissenschaftliche
Mitarbeit in einem hausärztlichen Forschungspraxennetz aus ca. 200
allgemeinmedizinischen Praxen. Wir bieten eine innovative und
abwechslungsreiche Tätigkeit in einem neuartigen Forschungsfeld.
Wir sind gerne bereit, mit Ihnen einen individuellen Karriereweg zu realisieren. Flexible Arbeitszeitmodelle sind möglich.
Wenn wir Ihr Interesse wecken konnte, finden Sie in der vollständigen Ausschreibung alle weiteren notwendigen Informationen.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.
Wir freuen uns, Sie am 08. Oktober 2022 zum 9. Frankfurter Tag der Allgemeinmedizin auf dem Campus der Uniklinik Frankfurt, begrüßen zu dürfen.
Es erwartet Sie ein vielfältiges Programm mit spannenden und praxisorientierten Workshops sowie der Möglichkeit des kollegialen Austauschs. Die Workshops richten sich an Hausärzt:innen, Mitarbeiter:innen oder an alle im Praxisteam.
Die Workshops greifen aktuelle Themen wie Klima und Nachhaltigkeit auf, unterstützen Sie durch Resilienz als Burn-out Prophylaxe oder geben Tipps für einen erholsamen Schlaf. Aber auch die Praxisorganisation und Themen rund um Ihre Patient:innen, von der Telefonkommunikation über Erkrankungen bis hin zur Therapietreue oder der Praxisorganisation, kommen nicht zu kurz.
Da wir viele interaktive Workshops mit begrenzter Teilnehmerzahl durchführen, können Sie sich Ihre Wunschveranstaltungen am besten mit einer baldigen Anmeldung sichern.
Informationen zum Programm, Anmeldung und Ablauf
Wir freuen uns auf Sie!
„Mithilfe von Künstlicher Intelligenz die Gesundheit von chronisch kranken Patientinnen und Patienten verbessern – akut und präventiv – ist genau das, was Digitalisierung tun soll: dem Menschen dienen. Digitalisierung kann das Gesundheitsniveau in Deutschland maßgeblich steigern“, unterstrich Sinemus bei der Übergabe des Förderbescheids. „Die Goethe-Universität und das Universitätsklinikum Frankfurt haben mit der Entwicklung des Projekts COMTRAC-HIV einmal mehr ihre herausragende wissenschaftliche Kompetenz bewiesen. Deutschlandweit gibt es keine vergleichbare Gesundheits-App. Mit dieser Distr@l-Förderlinie unterstützt Hessen ebensolche Deep-tech-Gründungen mit wissenschaftlicher Qualität und Alleinstellung, um das enorme wissenschaftliche Potenzial und Know-how der Wissenschaft in Hessen voll auszuschöpfen.“
Das Projekt COMTRAC-HIV wird an der Goethe-Universität und dem Universitätsklinikum Frankfurt fächerübergreifend an den Bereichen Infektiologie, Allgemeinmedizin, Versorgungsforschung, Wirtschaftswissenschaften, Medizininformatik und Digitalisierung entwickelt.
Quelle: Pressemitteilung, Hessische Staatskanzlei und Universitätsklinikum Frankfurt, 2. August 2022
Wir suchen für 30 - 40 Std./Monat eine studentische Hilfskraft u.a. für die
Bei Interesse senden Sie bitte ein kurzes Bewerbungsschreiben mit den üblichen Unterlagen in elektronischer Form an Frau Birgit Schorsch.