Multimedikation und Versorgungsforschung

MuMiA

Multimorbidität im mittleren Alter


Hintergrund

Menschen mit Multimorbidität erfahren eine sehr komplexe Versorgung, die in weite Teile ihres Familien- und Freizeitlebens sowie in ihre Arbeitsrealität einwirkt. Obwohl das Phänomen der Multimorbidität häufig mit hohem Alter in Verbindung gebracht wird, ist die Altersgruppe unter 65 Jahren in absoluten Zahlen besonders von Mehrfacherkrankungen betroffen. Ihre Versorgung erfordert zeitliche und finanzielle, aber auch organisatorische, soziale und emotionale Ressourcen der Betroffenen und ihres Umfeldes. Um die Patientensicherheit zu steigern, ist es wichtig, Über-, Unter- und Fehlversorgung zu vermeiden und möglichst frühzeitig ein nachhaltiges individuelles Versorgungsgefüge zu etablieren. Dafür sind verhaltens- und verhältnispräventive Ansätze dringend notwendig. Diese sollten möglichst in allen von der Versorgung tangierten Lebenswelten verankert sein und insbesondere das Familien-, Freizeit- und Arbeitsleben sowie die Berührungspunkte mit dem Gesundheitssystem berücksichtigen.

In dem Projekt "Multimorbidität im mittleren Alter" (MuMiA), das das Institut für Allgemeinmedizin gemeinsam mit der gemeinnützigen Stiftung Gesundheitswissen durchführt, sollen Ressourcen und Barrieren zur Steigerung der Patientensicherheit untersucht und Ansatzpunkte für verhaltens- und verhältnispräventive Maßnahmen identifiziert werden.


Projektziele

1. Identifikation alltäglicher Probleme und Belastungen von Menschen mittleren Alters mit Multimorbidität bei der Versorgungsbewältigung und Ressourcen für eine adäquate Versorgungsbewältigung;

2. Ermittlung des Ist-Zustands der Versorgungserfahrungen sowie der versorgungsbezogenen Bedarfe von Menschen mit Multimorbidität im mittleren Lebensalter in Deutschland im Kontext ihres Freizeit-, Familien- und Arbeitsalltags;

3. Ermittlung des Ist-Zustands bei der Versorgung multimorbider Menschen im mittleren Alter aus Versorgersicht und des Rollenverständnisses der Versorger;

4. Erstellung einer Übersicht über Problemgebiete und Lösungsansätze für eine adäquate Versorgungsbewältigung von Patienten mittleren Alters mit Multimorbidität in Deutschland

Projektlaufzeit

November 2020 bis Dezember 2021


Auftraggeber

Die gemeinnützige Stiftung Gesundheitswissen verfolgt das Ziel, die gesundheitliche Kompetenz in der Bevölkerung zu fördern und die Souveränität der Patientinnen und Patienten zu erhöhen. Ein Schwerpunkt der Stiftungsarbeit liegt auf Projekten zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten.

  • Markus Seelig (Projektleitung)
  • Michael Grimm (Operative und wissenschaftliche Projektsteuerung)

Projektleitung

Prof. Dr. Marjan van den Akker
Tel. 069 6301 80454

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Projektteam

Prof. Dr. Marjan van den Akker
Tel. 069 6301 80454

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Truc Sophia Dinh, M.A.

Tel. 069 6301 84483

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Maria-Sophie Brückle, MSc.

Tel. 069 6301 84483

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Robin Brünn

Tel. 069 6301 80442

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Dr. Ana I. González

Tel. 069 6301 5930

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Mirjam Dickelmann, M.A.

Tel. 069 6301 80442

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Dr. Beate Müller

Tel.: 069 6301 7267

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