InGe- Innovative Gesundheitsmodelle

Hausärzte und Patienten werden immer älter, und die Zahl (älterer) Patienten mit Multimorbidität und hohem Versorgungsbedarf steigt. Andererseits möchten immer mehr junge Ärztinnen und Ärzte neben der Patientenversorgung ausreichend Zeit für Familie und Freizeit haben; sie sind nicht mehr bereit, "rund um die Uhr" zu arbeiten. In vielen Regionen ist die flächendeckende gesundheitliche Versorgung heute schon bedroht und dieser Trend nimmt zu.

Je nach Region und Ausgangssituation sind die Ursachen für eine drohende Unterversorgung unterschiedlich, daher kann es keine einheitlichen "Patentlösungen" geben. Stattdessen sind innovative Ideen für Gesundheitsversorgung gefragt, die auf die Bedingungen vor Ort zugeschnitten sind und die vorhandenen Stärken nutzen.

Deutschlandweit existieren bereits zahlreiche innovative Versorgungsmodelle, die durch Zusammenschlüsse, Kooperationen und Vernetzungen verschiedener Akteure die Gesundheitsversorgung in ihrer Region sicherstellen. Diese wichtigen Modelle, Ansätze, Anregungen und Ideen sollen auch für andere Regionen nutzbar gemacht werden.

Deshalb startete am 1. Januar 2013 das Projekt "Innovative Gesundheitsmodelle" (InGe).

Ziel ist eine deutschlandweite Bestandsaufnahme neuer Konzepte der gesundheitlichen Versorgung und die Analyse von Voraussetzungen für ihre Übertragbarkeit auf andere Regionen. Ausführliche Beschreibungen der Modelle werden in einer Datenbank gesammelt und über die homepage www.innovative-gesundheitsmodelle.de der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Interessierte Gemeinden, Entscheider oder Versorger, die nach einer Lösung für ihre Region suchen, können sich dort über mögliche Alternativen informieren, auf Wunsch Kontakt zu dem jeweiligen Modell aufnehmen und sich zu Voraussetzungen und möglichen Probleme der Umsetzung, bisherigen Erfahrungen, etc. beraten lassen.

Zusätzlich ist im Rahmen des Projekts InGe die Entwicklung eines Beratungsangebots geplant, das Entscheider, Versorger und andere Interessierte dabei unterstützt, innovative Versorgungsmodelle in ihrer Region zu implementieren. Das Projekt mit einer Laufzeit von zwei Jahren wird von der Robert-Bosch-Stiftung [link] gefördert.

Wenn Sie selbst ein innovatives Versorgungsmodell kennen, das in unsere Datenbank aufgenommen werden sollte, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie uns per Email darüber informieren würden!

MMW-Fortschritte der Medizin, Ausgabe 12/2014 (05.08.2014)
Innovationen machen Ihre Praxis für den Nachwuchs schön [PDF]

Ärztezeitung (16.05.2014)
Innovative Modelle: Mit kreativen Ideen gegen den Landarzt-Mangel [PDF]

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