FraPPE - Frankfurter Projekt zur Prävention von Suiziden mittels Evidenz-basierter Maßnahmen

 Hintergrund

Jährlich werden in Deutschland mehr als 10.000 vollzogene Suizide verzeichnet. Gerade bei Menschen zwischen 15 und 29 Jahren gehören sie zu den häufigsten Todesursachen. In der Stadt Frankfurt geht man von etwa 90 Suiziden pro Jahr aus, die Häufigkeit von Suizidversuchen wird auf ca. 1800 pro Jahr geschätzt. Hausärzte bieten oft eine erste, niedrigschwellige Anlaufstelle für Patienten mit suizidalen Gedanken und übernehmen Gatekeeper-Funktion. Etwa die Hälfte der Suizidenten konsultiert in den drei Monaten vor ihrem Suizid einen Hausarzt.

Bisher wurden deutschlandweit nur vergleichsweise wenig koordinierte Maßnahmen ergriffen, um die Zahl der Suizidversuche und Suizide systematisch zu reduzieren.

Vor diesem Hintergrund hat die Frankfurter Universitätsmedizin gemeinsam mit dem Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am das Frankfurter Projekt zur Prävention von Suiziden mittels Evidenz-basierter Maßnahmen (FraPPE) entwickelt. Kooperationspartner sind die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters sowie das Institut für Rechtsmedizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main, die Abteilung für Psychiatrie des Gesundheitsamts der Stadt Frankfurt und weitere Institutionen.

 Projektbeteiligung des Instituts für Allgemeinmedizin

Das Institut für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität Frankfurt übernimmt in Kooperation mit den Projektpartnern folgende Aufgaben:

  • Entwicklung und Umsetzung eines Fortbildungskonzeptes für Hausärzte.
  • Räumliche Analysen (Geoanalysen) zu Suiziden und Suizidversuchen im Stadtgebiet Frankfurt am Main
  • Datenmanagement und Datenanalyse

 Ziel und Methode

Hauptziel des Projektes ist die Senkung der absoluten Zahl der Suizide innerhalb der dreijährigen Projektlaufzeit durch verschiedene integrierte Maßnahmen. Alle Interventionen werden mit einer Prä-Post-Analyse untersucht, d.h. Daten aus Vorjahren und der Implementationsphase werden mit denen der Interventionsphase verglichen.

 Förderung und Laufzeit

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert (2017-2020; Förderkennzeichen: ZMVI1 2517FSB136).

 Aktuelle Termine

Für 2018 sind alle Veranstaltungen ausgebucht. Falls Sie Interesse an einer Fortbildung in 2019 haben, können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen. Wir bieten zielgruppenspezifische Formate an (z.B. Vortrag, QZ usw.).

 Projektbeteiligte am Institut für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität Frankfurt

Für weitere Infos: Kontakt